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Lifestyle

Wenn die Schweden Weihnachten feiern….

…dann ist für Leib und Seele wohl gesorgt. Wie jedes Land hat auch Schweden seine eigenen Bräuche an Weihnachten. Im Reich der Snus-Erfinder wird der Vortag des Heiligabends wie bei uns in der Schweiz dazu genutzt, den 24.12. vorzubereiten. An Lillejulafton – also dem 23. Dezember – wird der Weihnachtsschinken gekocht. Dieser gehört klassisch zum Festtagssmenü am Heiligabend. Die Schweden denken viel ans Essen, aber auch an gute Unterhaltung.

Sag es mit einem Lillejulafton

Wer glaubt, mit «Essen – Schenken – Bitte – Danke» wären die Schweden am Heiligabend fertig, der hat sich geirrt. Die liebe Verwandtschaft soll sich auf keinen Fall langweilen. Deshalb wird jedes Geschenk mit einem Reim bedacht, welchen sich der Schenkende vorher überlegt. Der Lillejulafton bezieht sich auf das Geschenk und den Schenkenden selber und kann selbstironisch ausfallen.

Eine gute Tradition, die sich auch bei uns in der Schweiz am Weihnachtsabend integrieren liesse.

Der Julbock

Von wegen Rentier! Die Schweden haben weitere Ässer im weihnachtlichen Stall, um die Traditionen zum Fest aus allen Nähten platzen zu lassen. Einen Ziegenbock aus Stroh zum Beispiel, welcher als Julbock bezeichnet in Grossformat an öffentlichen Plätzen zu finden ist.

Nach der skandinavischen Mythologie zogen zwei Böcke den Wagen des Gottes Thor. Später versteckten Bauern einen Julbock an Weihnachten heimlich im Gehöft des Nachbarn. Dieser musste dann versuchen, den Julbock unbemerkt wieder zurück zu bringen. Heute hängt der Julbock aus Stroh im Kleinformat am Weihnachtsbaum oder steht eben auf öffentlichen Plätzen. Das lockt jedes Jahr Brandstifter an die Streichhölzer und ist mittlerweile zu einem ausgewachsenen Problem geworden.

Weihnachtsessen auf schwedischen Tischen

Es kann gar nicht anders sein – auch in der schwedischen Weihnachtstradition tut man sein Bestes, die Bäuche möglichst anregend zu füllen. Das traditionelle Weihnachtsmenü wird Smörgåsbord genannt. Es besteht aus vielen einzelnen Leckereien, welche je nach Geschmack auf dem Teller zusammenkomponiert werden: Sülze, Trockenfisch, Wurst, marinierter Hering, Kötbullar, Kartoffeln und Rotkohl stehen da neben gefüllten Schüsseln mit Reispudding, Käseplatten und Brottellern. Jeder Gast kann etwas beisteuern und entspannt essen, wonach ihm gerade ist. Dazu serviert man Bier, Limonade und Schnaps zur ordentlichen Verdauung.

Und was geniessen die Schweden zwischendurch? Ihr ahnt es… Snus, Snus, Snus!

Den Becher voller Glögg

«Glöggliche Weihnachten» könnte man sagen. Der Glögg gehört zu schwedischen Weihnachten einfach dazu. Der Glühwein hat sich mittlerweile zum Exportschlager entwickelt und beansprucht seinen festen Platz in unserer heimischen Weinabteilung. Die Schweden servieren ihren Glühwein in kleinen Bechern mit Mandeln und Beeren; leider auf Weihnachtsmärkten ohne Alkohol – denn der ist grundsätzlich in der Öffentlichkeit sehr ungern gesehen.

Snusen ist allerdings überall erlaubt.

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